Positionspapier des IKK e.V. zu Anforderungen an eine nachhaltige Präventionspolitik
Das Positionspapier des IKK e.V. zu Anforderungen an eine nachhaltige Präventionspolitik können Sie sich hier als pdf-Datei laden.
Prävention
Problemstellung
- In Deutschland fehlt es an einer nationalen Präventionsstrategie. Auch eine systematische Koordination der unterschiedlichen Präventionsmaßnahmen findet nicht statt.
- Die Kommunen ziehen sich aus den Präventionsbemühungen immer mehr zurück.
- Die Diskussion über Prävention ist zu oft auf finanzielle Aspekte begrenzt.
- Die Nachhaltigkeit von Präventionsangeboten ist kaum überprüfbar; es fehlen Instrumente zur Messung der Ergebnisqualität.
- Es fehlen Lösungen für die sich aus der demographischen Entwicklung ergebenden Probleme u. a. in den Betrieben (fehlender Nachwuchs und verlängerte Lebensarbeitszeit).
Aussagen im Koalitionsvertrag
- Die Präventionsstrategie soll auf bewährten Programmen und Strukturen aufbauen.
- Es bedarf einer klaren Aufgaben- und Finanzverteilung unter Berücksichtigung und Stärkung der vorhandenen Strukturen.
- Ein besonderer Fokus soll auf Kinder und Jugendliche gelegt werden.
- Zielgruppenspezifische Aufklärung soll dazu beitragen, Eigenverantwortlichkeit und Gesundheitsbewusstsein zu stärken.
Positionierung des IKK e.V.
- Der IKK e.V spricht sich für eine Steigerung der Präventionsanstrengungen aus.
- Die Prävention muss langfristig als gesamtgesellschaftlicher Ansatz gestärkt werden. Hierfür gilt es, eine nationale Präventionsstrategie zu entwickeln, die in einer Rahmengesetzgebung zu verankern ist.
- An den Ausgaben für Prävention sind alle relevanten Akteure zu beteiligen. So sind z. B. Settings, im Sinne von kommunaler Gesundheitsförderung, gesamtgesellschaftlich zu finanzieren und darüber hinaus zielgerichtet zu koordinieren.
- Die Betriebliche Gesundheitsförderung muss qualitätsgesichert ausgebaut werden. Der Aufwand hierfür ist bei gesetzlichen Vorgaben im Rahmen von Settings finanziell anzurechnen.
