Geleitworte

Hans Peter Wollseifer (Vorstandsvorsitzender), Jürgen Hohnl (Geschäftsführer), Hans-Jürgen Müller (Vorstandsvorsitzender)  

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Bundestagswahlkampf ist eröffnet – auch in der Gesundheitspolitik ist ein herbstlich-frischer, manchmal ungemütlicher Wind zu spüren. Gut so! Denn nun beginnt die Zeit, neue politische Pläne zu schmieden, über Alternativen bisheriger Konzepte nachzudenken, Ideen zu entwickeln und ein Bild über die Zukunft des Gesundheitssystems zu zeichnen. Dies wollen wir nicht allein den politischen Parteien oder den Leistungserbringern überlassen! Als Interessenvertretung der Innungskrankenkassen sehen wir uns als Stichwortgeber und Politikberater, der mit seiner engagierten sozialpartnerschaftlichen Selbstverwaltung sowie seiner auch praktischen Expertise im Gesundheitssystem an der Gestaltung des Gesundheitswesens mitwirken will.

Vor der neuen Bundesregierung und auch der zukünftigen Opposition liegen eine Menge Herausforderungen. Die aktuelle Bundesregierung hat sich vieler Themen angenommen, sie manchmal gut, manchmal weniger gut gelöst. Die Versorgung unserer Versicherten sowie Patientinnen und Patienten hat sich dadurch nicht immer verbessert. Nach wie vor ungelöst: Die sektorenübergreifende Versorgung. Auch weiterhin bleiben die Bereiche ambulante und stationäre Versorgung  voneinander abgeschottet. Innovationen – vor allem digitale – haben es immer noch schwer. Darüber hinaus bremsen eine unterschiedliche Aufsichtspraxis und Ungerechtigkeiten im Finanzausgleichssystem die Innovationkraft aus. Wie überhaupt auch die jetzige Regierungskoalition weiter in die Rechte der Selbstverwaltung eingegriffen hat. Wir fordern deshalb nicht nur ein Bekenntnis zur Selbstverwaltung, sondern deren Stärkung.

Ein schwieriges Erbe für die zukünftigen Entscheidungsträger sind die spürbaren Mehrausgaben ohne Mehrwert, die den Beitragszahlern aufgebürdet wurden. Die Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bleibt eine Dauerbaustelle. Die momentan günstige wirtschaftliche Lage verschleiert, dass entscheidende Strukturveränderungen z. B. im Krankenhaus nicht vorgenommen wurden. Die Ausgabensteigerungen werden auf die Versicherten alleine abgewälzt, der Steuerzuschuss deckt nicht die Kosten für gesamtgesellschaftliche Aufgaben, die auch in den Gesetzespaketen vom GKV-Versorgungsstärkungsgesetz bis zum Präventionsgesetz erneut munter auf die GKV abgewälzt wurden. Dieses Problem muss die Politik anpacken! Wir bieten dafür eine Lösung.

Darüber hinaus sträubt sich die Bundesregierung, den Morbi-RSA wieder gerecht zu machen. In dieser Frage haben die Innungskrankenkassen eine Menge zu sagen – inklusive konkreter Umsetzungsvorschläge.

Wir sind davon überzeugt, dass wir mit den Forderungen und Positionierungen in dem vorliegenden Papier wichtige Vorschläge zur konkreten Ausgestaltung und Weiterentwicklung der Gesetzlichen Krankenversicherung formuliert haben. Der IKK e.V. und seine Mitgliedskassen freuen sich auf konstruktiv-kritische Diskussionen mit der Politik und gesundheitspolitisch Interessierten über die Zukunft unseres Gesundheitssystems.    

Ihr IKK e.V.

Hans-Jürgen Müller

Vorstandsvorsitzender

Jürgen Hohnl

Geschäftsführer

Hans Peter Wollseifer

Vorstandsvorsitzender

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