07.12.2009   Mitglieds-IKKn

BIG direkt gesund: Kein Zusatzbeitrag im neuen Jahr

Berlin, 07.12.2009. Die BIG wird auch 2010 ohne Zusatzbeitrag auskommen. Das bestätigte der Verwaltungsrat auf seiner heutigen Sitzung in Berlin. Der Haushalt der Direktkrankenversicherung kommt damit aus eigener Kraft ohne zusätzliche finanzielle Belastung für BIG-Versicherte aus.

Dabei fehlen der gesetzlichen Krankenversicherung im nächsten Jahr durch Einnahmenausfälle und zusätzliche Ausgabenbelastungen rund 7,5 Mrd. Euro. Zwar will die Regierung einen Teil davon aus Steuermitteln finanzieren. Doch noch weiß niemand, in welcher Form und zu welchem Zeitpunkt die zusätzlich bewilligten 3,9 Mrd. aus Bundesmitteln fließen sollen. Viele Kassen gehen deshalb zunächst mit einer vorläufigen Haus-haltsführung ins neue Jahr. „Damit werden die nötigen Zusatzbeiträge für diese Kassen lediglich kurzfristig verschoben“, erläuterte René Scheer, stellvertretender Vorsitzender des BIG-Verwaltungsrates, die Folgen staatlicher Eingriffe.

Geld-zurück-Garantie

„Das Gesundheitssystem ist wieder einmal im Umbruch – und die BIG ist dafür gut aufgestellt“, betonte Frank Neumann, Vorstandsvorsitzender der BIG. Zwar habe die Entwicklung im laufenden Jahr die geplante Ausschüttung einer Prämie nicht zugelassen, doch ab Januar könne jeder BIG-Versicherte im Internet zum BIGtionär werden. „Bis zu 20.000 Punkte, und damit 200 Euro, sind für aktive Mitglieder möglich“, nennt Neumann den Vorteil. Kinder und Familienversicherte können mitsammeln, die Prämien werden anschließend in Euro ausgezahlt.

Gesundheit aus einer Hand

Eine weitere strategische Weichenstellung ist die Kooperation von BIG und der Concordia Krankenversicherungs-AG, die auf der heutigen Sitzung endgültig beschlossen wurde. „Mit dem Angebot gesetzlicher und privater Versicherungsleistungen unter einem Dach haben wir für unsere Versicherten ein zukunftsorientiertes Modell installiert“.

Für die Zukunft setzt die BIG auf die im Koalitionsvertrag festgeschriebene weitgreifende Umgestaltung des Gesundheitswesens. „Die BIG kämpft seit Gründung für Deregulierung, für mehr Wettbewerb und gegen staatlichen Dirigismus“, so Scheer. Sowohl im Sinne der Versicherten als auch für die Finanzierbarkeit des Gesundheitswesens setze man jetzt auf die Arbeit der geplanten Regierungskommission zur Neugestaltung der Krankenversicherung.