03.06.2015   Mitglieds-IKKn

Digitalisierung des Gesundheitswesens braucht noch mehr Tempo

BIG-Vorstand zum E-Health-Gesetz

Dortmund, 3. Juni 2015 - Die digitale Vernetzung des Gesundheitswesens soll das neue  E-Health-Gesetz weiter vorantreiben. „Es wurde Zeit, dass der Gesundheitsminister mehr Tempo in das Thema bringt“, kommentiert  Peter Kaetsch, Vorstandsvorsitzender der BIG direkt gesund, den jüngsten Vorstoß des Bundeskabinetts. Die Digitalisierung müsste längst viel weiter sein, da dadurch die Qualität und Wirtschaftlichkeit der gesundheitlichen Versorgung verbessert werden könne. „Der Nutzen der Telemedizin und der elektronischen Gesundheitskarte überwiegt bei Weitem das mögliche Risiko“, ist Kaetsch überzeugt.

Für den Vorstand der Direktkrankenkasse ist eine Voraussetzung für den Erfolg des E-Health-Gesetzes, dass unsichere und letztlich teure Parallelnetze vermieden werden. Bisher halte die Kassenärztliche Bundesvereinigung an ihren bereits bestehenden Netzstrukturen fest. „Zwei Netze erzeugen schon allein aufgrund der hohen Anforderungen an den Datenschutz völlig unnötige Kosten“, sagt Kaetsch, der eine Verschmelzung der Systeme anmahnt. 

Bei aller Digitalisierung muss nach Ansicht von Kaetsch ein zentrales Prinzip  gewahrt bleiben: „Ohne Einwilligung des Versicherten darf niemand auf dessen medizinischen Daten zugreifen.“

 

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