25.06.2019   Mitglieds-IKKn

IKK BB: „Gesetzgebung sorgt für Kostenausweitung!“ - Verwaltungsrat beschließt Jahresrechnung 2018

Jahresabschluss 2018: Punktlandung – wie im Haushalt geplant / Gesetzgebung und Hochpreisregion führen zu weiter steigenden Ausgaben / IKK BB setzt weiter auf umfangreiche Extra-Leistungen

Potsdam, 25.06.2019 - Die Innungskrankenkasse Brandenburg und Berlin (IKK BB) hat das Geschäftsjahr 2018 wie im Haushalt geplant abgeschlossen. Dies bestätigte der IKK-Verwaltungsrat in seiner Sitzung am 20.06.2019 in Potsdam und entlastete zugleich den Vorstand. Dennoch weist die Bilanz 2018 einen Fehlbetrag von rund 13,7 Millionen Euro aus, der sich auf die aktuelle Finanzsituation der regionalen IKK auswirkt.   

Die IKK BB kritisiert die aktuelle und geplante Gesetzgebung. Uwe Ledwig, Verwaltungsratsvorsitzender Versichertenseite, warnt vor wachsenden Kosten für die Krankenkassen: „Die auf Hochtouren laufende Gesetzgebung im Gesundheitsministerium wird den Kassen finanziell auf die Füße fallen. Schon das im Mai in Kraft getretenen Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) mit seinen vielen kostenträchtigen Einzelregelungen sorgt für Mehrkosten. Viele weitere Initiativen, darunter das umstrittene Faire-Kassenwahl-Gesetz (GKV-FKG), das noch in diesem Jahr folgen soll, erhöhen zusätzlich die finanzielle Last.“

Ausgaben steigen in der Hochpreisregion

Die Kostensteigerungen in zentralen Leistungsbereichen vor allem am hochpreisigen Markt in und um Berlin drücken die Jahresrechnung. Die IKK BB bilanziert für 2018 erhebliche Mehrkosten bei den Arzneien (+ 3,5 Mio. Euro) beim Krankengeld (+ 4,5 Mio. Euro) und bei der stationären Versorgung (+ 10,3 Mio. Euro).

Morbi-RSA verteilt Gelder weiter ungleich

Die Beitragseinnahmen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) werden nach wie vor höchst ungleich verteilt. Der schwer durchschaubare Morbiditäts-Risikostruktur-Ausgleich (Morbi-RSA) soll frühestens Ende 2019 neu geregelt werden. Anselm Lotz, Verwaltungsratsvorsitzender Arbeitgeberseite, befürchtet, dass die Krankenkassen erst viel später vom reformierten Morbi-RSA profitieren werden: Wir freuen uns, dass dann wieder Solidarität und Fairness in das System der Zuweisungen einfließen werden. Allerdings ist zu befürchten, dass die IKK BB und  andere bisher benachteiligte Kassen die volle Wirkung erst 2021 spüren werden. Bis dahin gilt es, sich gegen die zusätzlichen Begehrlichkeiten des Gesetzgebers zu wappnen und die Finanzen zu sichern.“

Die IKK BB setzt weiter auf ein uneingeschränktes Angebot an Service- und Extra-Leistungen.

Für weitere Informationen stehen wir jederzeit gern zur Verfügung. Diese Presseinformation finden Sie auch im Internet unter www.ikkbb.de.

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