17.02.2011   Mitglieds-IKKn

IKK classic: Handwerksbetriebe haben hohes familienfreundliches Potenzial

Hamburg, 17. Februar 2011 - Handwerksbetriebe bringen gute Voraussetzungen mit, um Konflikte zwischen Beruf und Familie flexibel zu lösen. Darauf wies Albrecht Mayer, Vorstandsmitglied der IKK classic, heute bei einer Podiumsdiskussion mit Bundesfamilienministerin Kristina Schröder in der Handwerkskammer Wiesbaden hin.

Für die aktuelle Herausforderung an die Unternehmen, Ansprüchen der Familie besser gerecht zu werden, ist das Handwerk nach Mayers Worten gut gerüstet. „Kein anderer Wirtschaftszweig besitzt eine so hohe Familienaffinität. Die Betriebe sind überwiegend Familienunternehmen oder entstammen einer Familientradition. Beruf und Familie hat man im Handwerk immer schon in Einklang bringen müssen“, so Mayer. Zudem seien die Betriebe des Handwerks durch ihre überschaubare Größe nicht selten flexibler als andere Unternehmen. Beides kann nach Mayers Auffassung die Anpassung gerade der handwerklichen Arbeitswelt an veränderte Ansprüche erleichtern.

Neue Anforderungen für die Betriebe ergeben sich, wie Ministerin Schröder hervorhob, weil aufgrund der demografischen Entwicklung künftig eine wachsende Zahl von Menschen in mittleren Lebensjahren neben dem Beruf mit der Pflege von Angehörigen beschäftigt sein wird.

Zudem entscheiden sich schon heute fachlich gut qualifizierte Mitarbeiter immer später für das erste Kind. Die Qualifikation dieser Fachkräfte würde den Betrieben verloren gehen, wenn es nicht gelingt, überzeugende Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu machen – etwa in Gestalt familiengerechter Arbeitszeitmodelle. 

Aus Sicht der größten handwerklichen Krankenkasse erläuterte Albrecht Mayer, dass sich Konflikte zwischen familiären und beruflichen Anforderungen auch im Handwerk abbilden und dort ebenso wie in anderen Wirtschaftsbereichen zu einem Anstieg psychischer Belastungen und stressbedingter Erkrankungen führen würden.

Die Erfahrungen der IKK classic bei der betrieblichen Gesundheitsförderung zeigten jedoch, dass das Handwerk aufgrund seiner Tradition im moderierten betrieblichen Dialog erhebliche Problemlösungskompetenz abrufen könne. Diese Kompetenz gelte es zu entwickeln, um einen „natürlichen“ Wettbewerbsvorteil des Handwerks bei der Konkurrenz um gut qualifizierte Fachkräfte zur Geltung zu bringen.

Die IKK classic führt seit vielen Jahren Gesundheitsförderungs-maßnahmen durch, die speziell auf das Handwerk abgestimmt sind.