22.03.2010   Mitglieds-IKKn

IKK classic schließt Hausarztvertrag in Baden-Württemberg

Krankenkasse, Hausärzteverband und MEDI sind sich einig – Prävention und kinderärztliche Leistungen werden gefördert

Der Vertrag zur Hausarztzentrierten Versorgung zwischen der IKK classic, dem Hausärzteverband und MEDI Baden-Württemberg ist unterzeichnet: Ab dem 2. Quartal 2010 können sich speziell qualifizierte Hausärzte im Land in diesen Vertrag einschreiben. Eine Besonderheit des Vertrages: Prävention und kinderärztliche Leistungen sollen gefördert werden.

 

Damit setzt die IKK classic die gesetzlichen Vorgaben zum Hausarztvertrag erfolgreich um und ermöglicht ihren Versicherten, sich ab dem 3. Quartal 2010 in das Programm einzuschreiben. „Unsere Versicherten sind bei ihrem Hausarzt in den besten Händen, dort werden sie intensiv und ganz individuell betreut“, erklärt Gerd Ludwig, Vorstandsvorsitzender der IKK classic. „Sie können mit dem Programm nun von besonderen Leistungen und Serviceangeboten in ihrer Hausarztpraxis profitieren.“

 

„Die Hausärzte in Baden Württemberg freuen sich über diesen weiteren Vertragsabschluss. Der Vertrag sichert die hausärztliche Versorgung. Wir haben die gleiche Vertragsstruktur wie in den bisherigen Verträgen. Was für die bereits an der HZV teilnehmenden Kollegen eine Erweiterung der Vertragssystematik ist, kann für die letzten Zweifler das überzeugende Argument werden, dass die Selektivverträge die Gegenwart und Zukunft der hausärztlichen Versorgung sind“, so Dr. Berthold Dietsche, Landesvorsitzender des Hausärzteverbandes Baden-Württemberg.

 

"Auch die Kinder- und Jugendärzte finden sich und ihre Thematik im Vertrag wieder", ergänzte der 2. Landesvorsitzende Dr. Frank-Dieter Braun des Hausärzteverbandes Baden-Württemberg.

 

„Aufgrund der Erfahrungen mit den bisherigen Hausarztverträgen war mir wichtig, dass alle Präventionsleistungen extra vergütet werden“, so der MEDI Vorsitzende Dr. Werner Baumgärtner. „Da sich die IKK für einen Vertragsabschluss statt Auseinandersetzungen im Schiedsverfahren entschieden hat, gilt es jetzt, den Vertrag positiv für alle Beteiligten umzusetzen. Dazu gehört nach unserer Auffassung auch die Ergänzung der HZV durch Facharztverträge, die unsere fachärztlichen Mitglieder dringend erwarten.“

 

So sieht der Vertrag zum Beispiel eine umfassendere Untersuchung beim Gesundheits-Check-Up und besondere Abend- oder Samstagssprechstunden für Berufstätige vor. Eingeschriebene Patienten sollen bei vereinbarten Terminen nicht länger als 30 Minuten warten müssen. Darüber hinaus unterstützt der Hausarzt den Patienten aktiv bei der Vereinbarung von Facharztterminen. Besondere Fortbildungen, auch des Praxispersonals, sorgen für eine optimale Betreuung chronisch kranker Patienten. „Mit der Klausel zu den Kinderärzten wollten wir mit unserem Programm die wichtigen Kindervorsorge-untersuchungen fördern“, unterstreicht der IKK-Vorstand.

 

Im Gegenzug profitiert der teilnehmende Arzt von transparenten, kalkulierbaren und verlässlichen Vergütungen für seine Arbeit. Unnötige Bürokratie fällt weg, und er hat mehr Zeit, sich seinen Patienten zu widmen. Alle Informationen über die Patienten laufen beim Hausarzt zusammen – er kann also darauf achten, dass die Patienten nicht unnötig doppelt untersucht werden, dass ihre Medikamente sich miteinander vertragen und dass die Fachärzte optimal aufeinander abgestimmt arbeiten. Das wiederum kommt auch dem Patienten zugute.

 

„Unser neuer Hausarztvertrag ist gut und effizient“, sagt Ludwig. „Auch mit den qualitativ hochwertigen Leistungen für unsere Versicherten bleiben wir im gesamten Jahr 2010 ohne Zusatzbeitrag.“