15.07.2013   Mitglieds-IKKn

IKK classic warnt vor Zusatzbeiträgen

Dresden, 15. Juli 2013. Zusatzbeiträge könnten schon bald wieder zum Alltag in der Gesetzlichen Krankenversicherung werden. Darauf weist die IKK classic hin.

Nach einem aktuellen Urteil des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen zum morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich steht die Anpassung eines Details des Finanzausgleichs zwischen den Krankenkassen im Raum (Verstorbenen-Regelung).

Diese Änderung eines isolierten Parameters hätte nach gegenwärtigen Berechnungen die Umverteilung von mehreren Hundert Millionen Euro zur Folge. Dadurch würden finanziell gut gestellte Krankenkassen systematisch bevorzugt, wirtschaftlich ohnehin schwachen Kassen im Gegenzug weitere Mittel entzogen. Die Konsequenz wären erhebliche Verwerfungen in der Kassenlandschaft mit negativen Folgen für eine Vielzahl von Versicherten. 

„Mit Blick auf die Stabilität des GKV-Systems kann man der Politik nur dringend raten, auf einseitige Detailveränderungen des heutigen Finanzausgleichs zu verzichten“, erklärt Gerd Ludwig, Vorstandsvorsitzender der IKK classic. Angezeigt sei stattdessen eine nachhaltige Überarbeitung des gesamten Risikostrukturausgleichs mit dem Ziel, diesen einfacher und weniger manipulationsanfällig zu machen.