16.04.2014   Mitglieds-IKKn

IKK gesund plus deckt Abrechnungsbetrug auf

Magdeburg, 16. April 2014 - Die Anzahl von Hinweisen auf Abrechnungsbetrug ist in den letzten beiden Jahren weiterhin gestiegen. Dies stellte der Verwaltungsrat der IKK gesund plus im aktuellen Bericht zur Bekämpfung von Fehlverhalten im Gesundheitswesen fest.

Wie die beiden Verwaltungsratsvorsitzenden, Peter Wadenbach und Hans-Jürgen Müller, berichten, ist die Anzahl der angezeigten Schadensfälle auch für die IKK gesund plus in den Jahren 2012/2013 gestiegen. Bei insgesamt 136 abgeschlossenen Fällen von Fehlverhalten wurden ca. eine viertel Mio. Euro Schadensersatz realisiert. Die Hinweise und Verdachtsfälle zeigen dabei die unterschiedlichsten Facetten von Fehlverhalten auf, wobei in allen Abrechnungsbereichen Betrugsfälle aufgedeckt wurden. Am stärksten sind Auffälligkeiten in den Leistungsbereichen Heil- und Hilfsmittel, Ärzte, Arzneimittel und sogar in Krankenhäusern verbreitet. So wurden in einem Krankenhaus in Sachsen-Anhalt Operationen abgerechnet, ohne dass diese tatsächlich erfolgten. Auch im Bereich Pflege sind steigende Betrugszahlen auffällig. Ein regionaler Pflegedienst hat nachweislich Behandlungspflege nicht mit vorgeschriebenen Pflegefachkräften ausgeführt und in Rechnung gestellt.

Laut Peter Wadenbach zeigen die aufgedeckten Fälle, „dass zumindest die in den letzten Jahren eingeführten Recherchemethoden Erfolg bringen. Die IKK gesund plus wird daher ihre bisherigen Bestrebungen um eine intensive Zusammenarbeit zwischen den gesetzlichen Krankenkassen weiter voran treiben. Dieses Zusammenwirken in Verbindung mit den Strafverfolgungsbehörden sollte die Ergebnisse bei der Fehlverhaltens-bekämpfung nachhaltig verbessern und präventive Akzente setzen.“

Hans-Jürgen Müller gibt dennoch zu bedenken, dass die Dunkelziffer der Schadensfälle nur schwer zu ermitteln sei. „Die steigende Zahl an Betrugsfällen ist alarmierend. Letztlich muss man berücksichtigen, dass Kosten für derartiges Fehlverhalten durch höhere Beiträge von den Versicherten getragen werden müssen. Wir sehen es daher als wesentlichen Auftrag, die Beitragszahler vor derartigen Betrügereien zu schützen“, bekräftigt Müller.