14.08.2012   Mitglieds-IKKn

IKK gesund plus spricht sich für Abschaffung der Praxisgebühr aus

Magdeburg, 14. August 2012. In der zwischen Regierung und Gesundheitsministerium neu entfachten Diskussion um die Praxisgebühr sprechen sich die Verwaltungsratsvorsitzenden der IKK gesund plus, Peter Wadenbach und Hans-Jürgen Müller, für eine Abschaffung aus.

„Die Politik würde ein wichtiges Zeichen setzen, wenn sie jetzt auf eine rasche Umsetzung drängt und das Ärgernis Praxisgebühr abschafft“ so Hans-Jürgen Müller. Hierbei hat Müller insbesondere die Versicherten im Blick, denn eine aktuelle Emnid-Umfrage ergab: „Mehr als 77 Prozent der Bevölkerung stehen der Praxisgebühr mehr als ablehnend gegenüber und wollen diese nicht mehr zahlen.“

Als unhaltbar stuft ebenfalls Peter Wadenbach die Praxisgebühr ein: „Die gewollten Steuerungseffekte hinsichtlich einer Vermeidung von unnötigen Arztbesuchen wurden mit der seit 2004 eingeführten Regelung verfehlt. Vielmehr steigen die Arztbesuche in Deutschland in den letzten Jahren stetig an.“ Vom Wegfall der Praxisgebühr würden laut Wadenbach alle Seiten profitieren: „Die Versicherten sparen und auf der Seite der Ärzte würde ein großer Teil der jetzigen Bürokratie entfallen.“   

Abschließend betonen beide Vorsitzenden, dass die Abschaffung der Praxisgebühr im Hinblick auf die Finanzreserven in der GKV zu keiner Einschränkung der ärztlichen Versorgung für die Versicherten führen würde und sofort umsetzbar ist.