17.08.2012   Mitglieds-IKKn

Kobra, übernehmen Sie!

Die „Kommunale, branchenübergreifende und branchenspezifische Betriebliche Gesundheitsförderung in KMU“ in Süd-West-Brandenburg ist erfolgreich angelaufen

Potsdam, 17.8.2012. Kobra, übernehmen Sie! Dieser Aufforderung von Brandenburgs Arbeitsminister Günter Baaske anlässlich des Projektstarts im Februar sind das koordinierende ZAGG* und die weiteren Projektpartner* umgehend gefolgt. Das Vorhaben - kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Region Brandenburg Süd-West und deren Belegschaft Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) gezielt und alltagstauglich schmackhaft zu machen – zeigt erste zählbare Erfolge in allen drei Konzeptschwerpunkten:

  • Branchenweise mehr Gesundheit im Betrieb wagen

Den branchenspezifischen betrieblichen Ansatz verfolgen bei Kobra die Gebäudereiniger-Innung Brandenburg-Ost, die Kreishandwerkerschaft Landkreis Dahme-Spreewald sowie der AWO-Regionalverband Brandenburg-Süd: Innungsobermeisterin Iris Helbeck und Kreishandwerksmeister Richard Richter haben bereits erfolgreich die Werbetrommel gerührt und so bislang 3 Betriebe der Gebäudereinigungs-Branche für Kobra gewonnen. Jens Lehmann, Geschäftsführer des AWO Regionalverbands, ist dabei, ein umfassendes Konzept für alle 19 Kitas und 9 Pflegedienste zu entwickeln und wird hier die Beratungen von Kobra integrieren.

  • Branchenübergreifende Gesundheitskoordinatoren vernetzen das Projekt

Zum Kern des Kobra-Konzepts gehört auch der Einsatz branchenübergreifender, gezielt geschulter Gesundheitskoordinatorinnen und -koordinatoren. Das können sowohl betriebliche Führungskräfte sein, aber auch interessierte und engagierte inner- und außerbetriebliche Akteure aus Organisationen oder Institutionen der Region. Ihre Aufgabe ist es, in einem wachsenden Netzwerk Interessierten in Brandenburg-Süd-West  das notwendige Know-how für betriebliche Gesundheitsförderung zu vermitteln. Hier sind die beiden eingebundenen Handwerkskammern Potsdam, vertreten durch Harry Nöthe, sowie die Handwerkskammer Cottbus bereits ideenreich eingestiegen: So will z.B. Knut Deutscher, Geschäftsführer der HWK Cottbus, die einschlägige Qualifizierungschance im Rahmen von Kobra nicht nur den Beraterinnen und -beratern im eigenen Hause zugutekommen lassen, sondern er organisiert ein Treffen mit den regionalen Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH), als wichtige betriebliche Multiplikatorinnen.

  • Königs Wusterhausen bringt erste kommunale Unterstützungsstrukturen ein

Den dritten Kobra-Projektansatz, die gezielte Einbindung kommunaler Unterstützungsstrukturen, um Betrieben den Zugang zum betrieblichen Gesundheitsmanagement zu erleichtern, realisiert nun die Stadt Königs Wusterhausen.  Die Projektverantwortlichen rannten dort mit ihrem Teilnahmeangebot sozusagen offene Türen ein, denn Kobra, so  Bürgermeister Dr. Lutz Franzke, passt perfekt zu den Zielen innovativer Dynamik in seiner Stadt. Königs Wusterhausen wirbt daher ab sofort offensiv bei den ansässigen Unternehmen dafür, sich an Kobra zu beteiligen und stellt für teilnehmende Betriebe praktische und logistische Unterstützung bereit.

  • Fördern und fordern! So funktioniert das Kobra-BGM in der Praxis:

Das in Kobra eingesetzte BGM-Programm für Betriebe ist strukturell jeweils gleich angelegt, egal, über welchen der oben genannten Zugangswege es startet: Kobra finanziert sich mit Unterstützung des Landes Brandenburg sowie über europäische Fördergelder. Auch die IKK Brandenburg und Berlin ist Kobra-Kooperationspartner und beteiligt sich an den Kosten für Analyse, Beratung und Training. Doch kein wirkungsvolles, nachhaltiges Gesundheitsmanagement ohne Mitwirkung auf Betriebsseite: Teilnehmende Unternehmen stellen vor allem Arbeitszeitinseln bereit. Eine Investition, die sich lohnt: für sichere, gesunde und leistungsfördernde Arbeitsbedingungen, für motivierte Fachkräfte, für Kosteneinsparung dank sinkender Ausfallzeiten, für den Erhalt wertvoller Fachkompetenz, für Personalbindung, Imagegewinn, mehr Erfolg im Wettbewerb und ein positives Betriebsklima.

 

Weitere, am Projekt Kobra interessierte Betriebe im südlichen Brandenburg, Institutionen oder potentielle inner- oder außerbetriebliche Gesundheitskoordinatoren vereinbaren telefonisch ein unverbindliches Erstgespräch. ZAGG (**Zentrum für angewandte Gesundheitsförderung und Gesundheitswissenschaften GmbH) Telefon: 030 306 956 - 20, Internet: www.zagg.de