16.03.2010   Mitglieds-IKKn

Psychische Erkrankungen nehmen weiter zu - IKK analysiert Gesundheitssituation im Handwerk

Der Krankenstand im Handwerk in Baden-Württemberg und Hessen blieb im vergangenen Jahr auf konstantem Niveau. Das ergab die jüngste Auswertung der IKK classic. Auffällig ist der Anstieg bei den psychischen Erkrankungen und den Krankheiten der Atmungsorgane, der jedoch in der Gesamtzahl durch den Rückgang bei Muskel- und Skeletterkrankungen, Kreislauferkrankungen sowie Verletzungen ausgeglichen wird.

 Die IKK-versicherten Frauen und Männer waren bei einem Krankenstand von 4,3 Prozent im Jahr 2009 im Durchschnitt 15,8 Tage krank geschrieben, das entspricht in etwa dem Wert vom Jahr davor.

Nach wie vor wurden die meisten Krankheitstage durch Erkrankungen des Muskel- und Skelettapparats verursacht (26,2 Prozent), gefolgt von Verletzungen (17,2 Prozent). Bei diesen beiden Krankheitsgruppen ging der Anteil im Vergleich zum Vorjahr jedoch um 0,8 Prozentpunkte zurück, während Erkrankungen der Atmungsorgane von 14 Prozent im Jahr 2008 auf 15,7 Prozent im Jahr 2009 zunahmen – der Spitzenwert im Fünfjahresvergleich und vermutlich der Neuen Grippe geschuldet.

Psychische Erkrankungen sind in allen beruflichen und gesellschaftlichen Gruppen auf dem Vormarsch, das zeigen die Auswertungen verschiedenster Institutionen. Auch im Handwerk nehmen Krankheiten der Psyche im langjährigen Trend immer weiter zu, zuletzt auf 7,2 Prozent (2008: 6,6 Prozent, 1998: 3,9 Prozent). Frauen sind von diesen Erkrankungen weit häufiger betroffen als Männer: Bei den Frauen geht jeder zehnte Krankheitstag auf eine psychische Erkrankung zurück (10,2 Prozent). Bei Männer ist es nur etwa jeder zwanzigste (5,6 Prozent).

Detaillierte Gesundheitsberichte für einzelne Innungen können über Bettina Uhrmann, Tel. 07141 9404-231 angefordert werden. Weitere Informationen über die IKK classic und ihre Angebote zur Prävention und Betrieblichen Gesundheitsförderung finden sich im Internet unter www.ikk-classic.de .