IKK e.V. Pressemitteilung

IKK e. V.: Morbi-RSA-Gutachten bestätigt Probleme, Lösungsvorschläge bleiben in gewohnten Bahnen

Vorrang Zielgenauigkeit vor Manipulationsresistenz und Präventionsanreizen

„Es ist gut, dass jetzt ein Gutachten vorliegt, das die verschiedenen Kritikpunkte an den unfairen Verteilungswirkungen des Morbi-RSA untersucht. Auf den ersten Blick waren die Gutachter aber scheinbar nicht selbstkritisch oder mutig genug, von ihrem Fokus auf die Zielgenauigkeit abzugehen.“ So kommentiert der Geschäftsführer des IKK e.V., Jürgen Hohnl, die Ergebnisse des heute vorgestellten Sondergutachtens zu den Wirkungen des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs (Morbi-RSA).

 

Im Gutachten würden beispielsweise Manipulationsanreize sowie -maßnahmen bestätigt und Wettbewerbsfragen angesprochen. „Doch die Probleme und Konsequenzen werden mit Verweis auf aufsichtsrechtliche Maßnahmen und ordnungspolitische Entscheidungen abgetan“, bilanziert Hohnl. „Zielgenauigkeit ist den Gutachtern wichtiger als Manipulationsresistenz. Die Gutachter sehen Verbesserungsansätze allein in einer komplexeren Ausgestaltung des Finanzausgleichs“, so der IKK e.V.-Geschäftsführer. „So wird die Akzeptanz für das Ausgleichssystem nicht erhöht.“

 

Jetzt gehe es darum, möglichst schnell den gesamten Bericht zu erhalten, um die Berechnungen und Aussagen nachzuvollziehen. „Die in der Zusammenfassung des Berichts gemachten Aussagen zur Wirkung von Präventionserfolgen stehen im Gegensatz zu unseren Untersuchungsergebnissen. Es wird spannend sein, die Rechenwege und Datengrundlagen hierfür zu reflektieren“, sagt Hohnl.

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