22.11.2013   IKK e.V. Pressemitteilung

IKK e.V.: Wichtiger Kompromiss bei Finanzierung von Gesundheit und Pflege

Berlin, 22. November 2013. Die Innungskrankenkassen sehen in der Entscheidung der Koalitionäre zur Abschaffung der Zusatzbeiträge einen ersten notwendigen Reformschritt.

„Durch die Wiederherstellung der Beitragssatzautonomie haben die Krankenkassen wieder mehr Spielraum für Innovationen in der Versorgung. Dies ist im gemeinsamen Interesse von Arbeitgebern und Versicherten“, sagt Hans Peter Wollseifer, Vorstandsvorsitzender des IKK e.V.

Hans-Jürgen Müller, Vorstandsvorsitzender des IKK e.V. begrüßt grundsätzlich zwar den Wegfall der Kopfpauschale. Äußerst kritisch bleibt für ihn aber, dass zukünftige finanzielle Belastungen allein die Arbeitnehmer zu Schultern haben. „Ich hätte mir mehr Finanzierungsgerechtigkeit gewünscht“, betont Hans-Jürgen Müller.

 Die Vorstandsvorsitzenden: „Ein wichtiger erster Einigungsschritt wurde vollzogen. Die große Koalition hätte die Chance, eine gesellschaftliche Diskussion über eine Verbreiterung der Finanzierungsbasis der GKV zu führen. Ziel muss es sein, vom alleinigen Lohnbezug abzurücken.“

Wollseifer untermauert: „Bei der Finanzierung der Sozialsysteme dürfen lohnintensive Betriebe nicht benachteiligt werden.“