IKK e.V. Pressemitteilung

IKKen stehen einer Absenkung des durchschnittlichen Beitragssatzes kritisch gegenüber

Befeuerung des Preiswettbewerbs statt des Versorgungswettbewerbs / Reform des Morbi-RSA der richtige Weg

Berlin, 12. Oktober 2017 - Bei seiner heutigen Sitzung konnte sich der GKV-Schätzerkreis, bestehend aus Experten des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG), des Bundesversicherungsamtes (BVA) sowie des GKV-Spitzenverbandes (GKV-SV) und der Kassenarten, auf keine einvernehmliche Schätzung der Ausgaben für 2017 und 2018 einigen. Daraus resultieren nun zwei getrennte Schätztableaus – eines von Bundesgesundheitsministeriums und des Bundesversicherungsamtes sowie eines vom GKV-Spitzenverband. Sie führen im Ergebnis zu unterschiedlichen durchschnittlichen Zusatzbeitragssätzen. Das BMG und das BVA sehen für 2018 einen durchschnittlichen Zusatzbeitrag in Höhe von 1,0 Prozent, während die GKV-Vertreter hier stabil 1,1 Prozent sehen. Welcher durchschnittliche Zusatzbeitrag Ende des Monats vom Bundesgesundheitsministerium veröffentlicht wird, ist eine politische Entscheidung.

 

„Wir Innungskrankenkassen halten eine Absenkung des durchschnittlichen Beitragssatzes für den falschen Weg und befürchten, dass es zu einem Jo-Jo-Effekt kommt“, erklärt Jürgen Hohnl, Geschäftsführer des IKK e.V. Statt Kontinuität und Versorgungswettbewerb zu fördern, werde weiterhin der Preiswettbewerb befeuert. „Das ist sowohl für die Kassen als auch für die Beitragszahler ärgerlich, da der durchschnittliche Beitragssatz nur eine statistische Größe ist, nicht aber ein Maßstab für die reale Wirtschaftlichkeit einer Kasse!“, führt Hohnl aus. Vor allem würden die Vorgaben des GKV-Schätzerkreises jene Kassen weiter beeinträchtigen, die bereits durch die ungerechte Verteilungswirkung des Morbi-RSA benachteiligt seien. Der IKK e.V.-Geschäftsführer fordert: „Hier gilt es, durch eine Reform des Morbi-RSA anzusetzen und nicht durch eine kurzzeitige Absenkung des durchschnittlichen Beitragssatzes falsche Signale zu geben. Wir hoffen auf die Einsicht des Gesundheitsministers!“

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