12.03.2013   IKK e.V. Pressemitteilung

Krankenhauskeime: Schicksal oder ignorierte Gefahr?

IKK e.V. lädt zur 8. Plattform Gesundheit ein

Bis zu 600.000 Patienten erkranken jährlich an Infektionen in deutschen Krankenhäusern – zwischen 10.000 bis 15.000 sterben daran. Ein Drittel der Infektionen wäre vermeidbar. Eine der häufigsten Erreger in Kliniken sind multiresistente Erreger: Sie werden als „schleichender Tod“ oder „verschwiegene Seuche“ bezeichnet. 2008 traten in Deutschland 132.000 MRSA-Infektionen in Krankenhäusern auf. 2010 stieg die Zahl bereits auf 181.000 Fälle.

Mangelnde Hygiene in Kliniken, verschwenderischer Umgang mit Antibiotika – die Ursachen für die MRSA-Ausbreitung sind seit langem bekannt. Im Juli 2011 verabschiedete der Bundestag eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes. Ziel war es, den rationalen Einsatz von Antibiotika zu fördern und bestehenden Hygieneempfehlungen mehr Beachtung zu schenken. Der Bundesrat startete 2012 eine weitere Initiative, um den Gefahren Herr zu werden. Doch offenbar hat sich wenig verändert. Ziehen Politik, Leistungserbringer und Krankenkassen nicht an einem Strang? Was machen andere Länder besser? Dies alles steht im Mittelpunkt der 8. Plattform Gesundheit. Wir laden Sie dazu herzlich ein.

Wann: Donnerstag, 14. März, 15 bis 18 Uhr

Wo: Kalkscheune, Johannisstraße 2, 10117 Berlin

Anette Widmann-Mauz, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, und Cornelia Prüfer-Storcks, Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz Hamburg führen in die Veranstaltung ein. Als Teilnehmer erwarten wir unter anderem Prof. Dr. Petra Gastmeier, Direktorin des Nationalen Referenzzentrum für klinische Überwachung von nosokomialen Infektionen an der Charité,  Prof. Dr. Jaques Scheres, Maastricht University Medical Centre, Verwaltungsratsmitglied des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten sowie Günter Hölling, Projektleiter MRE im Gesundheitsladen e.V. in Bielefeld.

 

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