Pressemitteilung

Schweinegrippe: Innungskrankenkassen gegen Finanzierung der Impfung

IKK e.V.-Geschäftsführer: „Vorsorge ist gesamtgesellschaftliche Aufgabe“

Die Innungskrankenkassen lehnen eine Finanzierung der Impfung gegen die Schweinegrippe ab. Grund: Die Kosten sind nirgendwo veranschlagt. 50 Millionen Impfdosen für rund 600 Millionen Euro sind bereits bestellt. Die Krankenkassen sollen dafür zahlen, entschieden vom Bundesgesundheitsministerium.

„Bund und Länder legen allein den Fahrplan fest, leiten alles in die Wege – und zahlen sollen dann die Krankenkassen – das lehnen wir ab“, sagt Rolf Stuppardt, Geschäftsführer des IKK e.V. und Dienstleister der Innungskrankenkassen auf Bundesebene. Die Vorsorge sei eine „gesamtgesellschaftliche Aufgabe““, so der Geschäftsführer. Kritik kommt auch von Uwe Schröder, Vorstand der IKK gesund plus, zweitgrößte Krankenkasse in Sachsen-Anhalt: „Wir werden vor vollendete Tatsachen gestellt: Bund und Länder dürfen bei der Finanzierung nicht außen vor bleiben“. Verärgert sind die Innungskrankenkassen vor allem über das Vorgehen der Bundesregierung. Die Aufgabenhoheit soll bei den Ländern liegen, die jetzt konkrete Impfkonzepte erstellen. „Die Kassen sind doch nur Erfüllungsgehilfen“, sagt Uwe Schröder. 30 Euro soll die gegen die Schweinegrippe notwendige Impfung kosten. Die IKK gesund plus geht von Kosten von rund 1,2 Millionen Euro aus, bei der IKK Nordrhein rechnet man mit mehr als elf Millionen Euro – vorausgesetzt die Kassen müssen zahlen.

Gegenwärtig wird an dem Verordnungsentwurf gearbeitet. „Die Krankenkassen haben dabei sehr großen Diskussionsbedarf“, so der Geschäftsführer der IKK e.V., Rolf Stuppardt.

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