Dresden, 6. März 2026 - In Deutschland arbeiten mehr als eine Million Frauen selbstständig. Für sie ist eine Schwangerschaft auch heute noch mit deutlich höheren wirtschaftlichen Risiken verbunden als für Angestellte. Anfang des Jahres hat die IKK classic deshalb eine Initiative gestartet, um diese Gerechtigkeitslücke zu schließen. Zum Weltfrauentag am 8. März betont Deutschlands größte handwerkliche Krankenkasse: Ein verlässlicher Mutterschutz darf nicht vom Erwerbstatus abhängen.
Die fehlende Absicherung führt dazu, dass selbstständige Frauen Einnahmeausfälle fürchten müssen, wenn sie während einer Schwangerschaft ihre Arbeit nicht oder nur eingeschränkt ausüben können.
„Selbstständige Frauen tragen in der Schwangerschaft wirtschaftliche Risiken, die Männer in dieser Form nicht kennen. Diese Schieflage bremst Gründungspläne und erschwert Betriebsnachfolgen, kostet Chancen und Vielfalt. Deshalb setzen wir uns als Krankenkasse dafür ein, alle Frauen während der Schwangerschaft vergleichbar abzusichern.“
Frank Hippler, Vorstandsvorsitzender der IKK classic
Frauen im Handwerk besonders betroffen
Mehr als jeder fünfte Handwerksbetrieb wird von einer Frau geführt, viele von ihnen packen täglich selbst mit an. Fast 90 Prozent üben laut einer Befragung des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn und dem Westdeutschen Handwerkskammertag (WHKT) aus dem Jahr 2025 auch während einer Schwangerschaft weiter körperlich belastende Tätigkeiten aus. „Es ist inakzeptabel, dass selbstständige Frauen im Jahr 2026 noch immer unzureichend abgesichert sind und für die Sicherung der wirtschaftlichen Existenz ihres Betriebes in vielen Fällen gesundheitliche Risiken eingehen müssen“, so Frank Hippler.
Schutzlücke schnell schließen
Aktuell greifen Leistungen der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung für Selbstständige in der Regel nur während der gesetzlichen Schutzfristen rund um die Geburt. Fällt eine Frau länger aus, weil sie schwangerschaftsbedingt nicht oder nur noch teilweise arbeiten kann, erhält sie keinen Einkommensersatz. Das will die IKK classic ändern und hat zu Jahresbeginn eine Kampagne gestartet und eigene Vorschläge in die laufende Debatte eingebracht.
Konkret schlägt die IKK classic einen Einkommensersatz von 70 Prozent des durchschnittlichen Arbeitseinkommens vor – ab dem ersten Tag einer ärztlich festgestellten Arbeitsverhinderung und für bis zu 20 Wochen pro Schwangerschaft.
Unkompliziert und ohne große Mehrbelastung finanzieren ließe sich dies über eine Integration in die bestehende Umlage U2.
Alle Informationen zur Initiative “Mutterschutz für Selbstständige” im Presseportal https://www.ikk-classic.de/presse/haltung-politik/mutterschutz-fuer-selbststaendige sowie auf dem LinkedIn-Kanal https://www.linkedin.com/company/ikk-classic/ der IKK classic.
