Für eine moderne, effiziente ambulante Versorgung ist die Einführung eines Primärversorgungssystem grundlegend

5. GKV-Tag zum Thema Primärversorgung

Anlässlich des 5. GKV-Tags zum Thema Primärversorgung erklärt Hans Peter Wollseifer, Vorstandsvorsitzender des IKK e.V.:

„Ein starkes Primärversorgungssystem ist die Voraussetzung für eine zukunftsfeste ambulante Versorgung und eine der wichtigsten gesundheitspolitischen Gestaltungsaufgabe in dieser Legislatur. Ein solches System strukturiert den Zugang zur Versorgung, etabliert klare Behandlungspfade und stärkt die interprofessionelle Zusammenarbeit. Damit rückt die tatsächliche medizinische Leistung wieder in den Mittelpunkt – effizient, gerecht und patientenorientiert. Wir brauchen jetzt den Mut, Primärversorgung als Regelversorgung konsequent umzusetzen. Mit verlässlichen Anlaufstellen, klarer Aufgabenverteilung zwischen Ärzteschaft, Pflege sowie Gesundheitsberufen und einer ersten medizinischen Einschätzung, die Orientierung schafft und Über- wie Unterversorgung vermeidet. Gleichzeitig sehen wir Krankenkassen uns aber als Partner an der Seite unserer Versicherten, dort wo kein Arztbesuch notwendig ist. Mit einer aktiven Versichertenbegleitung in Form von qualifizierter Beratung, Präventionsangeboten und digitalen Services fördern wir Prävention und Selbsthilfe. So entsteht ein starkes Netzwerk für eine bessere Versorgung.“

HansJürgen Müller, Vorstandsvorsitzender des IKK e.V., ergänzt aus seiner Sicht:

„Für eine funktionierende, moderne Primärversorgung sind digitale Lösungen kein Add-on, sondern Grundvoraussetzung. Digitale Lösungen können – intelligent integriert – die Versorgung entlasten, die Erreichbarkeit verbessern und Transparenz über verfügbare Angebote schaffen. Ohne die elektronische Patientenakte (ePa) als Herzstück der digitalen Vernetzung, eÜberweisung, zentrale Terminplattform und strukturierte Ersteinschätzung bleibt das System fragmentiert. Nur mit einheitlichen digitalen Zugangswegen gelingt es, Patientinnen und Patienten gezielt, schnell und bedarfsgerecht in Behandlung zu bringen. Dazu braucht es jedoch endlich verbindliche Standards, rechtssichere Schnittstellen und eine klare Strategie für die digitale Patientensteuerung. Die Innungskrankenkassen stehen bereit, diesen Wandel zu unterstützen – mit innovativen Versorgungsansätzen und konsequenter Patientenbegleitung. Aber: Die Politik muss Rahmenbedingungen schaffen, die Interoperabilität fördern und Insellösungen beenden. Das ist der Schlüssel für mehr Effizienz, Transparenz und Gerechtigkeit im System. Mit unserer aktuellen Social-Media-Kampagne #EffizienzGesundDenken wollen wir genau dafür Lösungen und Anregungen liefern.“

Der IKK e.V. ist die Gemeinsame Vertretung der Innungskrankenkassen auf Bundesebene. Der Verein wurde 2008 gegründet mit dem Ziel, die Interessen seiner Mitglieder und deren Versicherten gegenüber allen wesentlichen Beteiligten des Gesundheitswesens zu vertreten. Die Innungskrankenkassen stehen für fünf Millionen Versicherte.

Portraitfoto Iris Kampf, Leitung Kommunikation / Pressesprecherin IKK e.V.

Leitung Kommunikation / Pressesprecherin

Iris Kampf

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