GKV-Finanzierung: Vom Sparpaket zur Strukturreform?

Unterlagen zur Pressekonferenz des IKK e.V. am 19. August 2026

Podium Pressekonferenz IKK e.V. 2026
v.l.: Iris Kampf, Leiterin Kommunikation/ Pressesprecherin IKK e.V., Hans-Jürgen Müller, Vorstandsvorsitzender IKK e.V., Hans Peter Wollseifer, Vorstandsvorsitzender IKK e.V., Frank Hippler, Vorstandsvorsitzender IKK classic IKK e.V.

Die gesetzliche Krankenversicherung steht finanziell weiter unter massivem Druck. Zwar hat die Bundesregierung mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz erste Stabilisierungsschritte eingeleitet. Die grundlegenden Probleme sind damit jedoch längst nicht gelöst. Nach Berechnungen des Bundesgesundheitsministeriums fehlen den Kranken- und Pflegekassen bis 2027 rund 30 Milliarden Euro. Allein um die Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenversicherung auf dem derzeitigen Niveau von durchschnittlich 2,9 Prozent zu stabilisieren, sind im kommenden Jahr Einsparungen von fast 19 Milliarden Euro notwendig.

Mit dem Wechsel an der Spitze des Bundesgesundheitsministeriums verbindet sich nun die Erwartung, dass die begonnenen Reformen nicht nur fortgeschrieben, sondern konsequent zu Ende gebracht werden. Für alle Beteiligten, die Krankenkassen, die Leistungserbringer und vor allem für die Versicherten braucht es jetzt keine weiteren Zwischenlösungen, sondern tragfähige Strukturreformen und eine verlässliche Finanzierung.

Auch bei den Versicherten und Beitragszahlenden wächst die Unzufriedenheit deutlich. Nach der aktuellen forsa-Umfrage im Auftrag des IKK e. V. sind nur noch 20 Prozent mit der Gesundheitspolitik der Bundesregierung zufrieden oder sehr zufrieden. Steigende Beiträge, lange Wartezeiten und die Sorge vor Leistungseinschränkungen belasten das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit des Systems. Für die Innungskrankenkassen ist klar: Die Politik muss jetzt handeln — mit Strukturreformen, mit einer konsequent einnahmenorientierten Ausgabenpolitik und mit einer fairen Verteilung der Lasten. Symbolpolitik reicht nicht aus. Wenn die Beitragszahlenden immer stärker belastet werden, während notwendige Reformen vertagt und die Versorgungsprobleme nicht gelöst werden, gerät die Akzeptanz des solidarischen Systems und das Vertrauen in die Politik insgesamt unter Druck.

Welche konkrete Forderungen die Innungskrankenkassen für eine nachhaltige Gesundheitspolitik haben sowie die Ergebnisse der akutellen forsa-Umfrage zur Gesundheitsversorgung in Deutschland, wurden am 19. August 2026 auf einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt.

Die Pressemappe zum Download

Der IKK e.V. ist die Gemeinsame Vertretung der Innungskrankenkassen auf Bundesebene. Der Verein wurde 2008 gegründet mit dem Ziel, die Interessen seiner Mitglieder und deren Versicherten gegenüber allen wesentlichen Beteiligten des Gesundheitswesens zu vertreten. Die Innungskrankenkassen stehen für fünf Millionen Versicherte.

Portraitfoto Iris Kampf, Leitung Kommunikation / Pressesprecherin IKK e.V.

Leitung Kommunikation / Pressesprecherin

Iris Kampf

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