Pressekonferenz 2026

„GKV-Finanzierung: Vom Sparpaket zur Strukturreform?“ - 19. August 2026, 10 Uhr

Die gesetzliche Krankenversicherung steht finanziell weiter unter massivem Druck. Zwar hat die Bundesregierung mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz erste Stabilisierungsschritte eingeleitet. Die grundlegenden Probleme sind damit jedoch längst nicht gelöst. Nach Berechnungen des Bundesgesundheitsministeriums fehlen den Kranken- und Pflegekassen bis 2027 rund 30 Milliarden Euro. Allein um die Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenversicherung auf dem derzeitigen Niveau von durchschnittlich 2,9 Prozent zu stabilisieren, sind im kommenden Jahr Einsparungen von fast 19 Milliarden Euro notwendig.

Mit dem Wechsel an der Spitze des Bundesgesundheitsministeriums verbindet sich nun die Erwartung, dass die begonnenen Reformen nicht nur fortgeschrieben, sondern konsequent zu Ende gebracht werden. Für alle Beteiligten, die Krankenkassen, die Leistungserbringer und vor allem für die Versicherten braucht es jetzt keine weiteren Zwischenlösungen, sondern tragfähige Strukturreformen und eine verlässliche Finanzierung.

Auch bei den Versicherten und Beitragszahlenden wächst die Unzufriedenheit deutlich. Nach der aktuellen forsa-Umfrage im Auftrag des IKK e. V. sind nur noch 20 Prozent mit der Gesundheitspolitik der Bundesregierung zufrieden oder sehr zufrieden. Steigende Beiträge, lange Wartezeiten und die Sorge vor Leistungseinschränkungen belasten das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit des Systems. Für die Innungskrankenkassen ist klar: Die Politik muss jetzt handeln — mit Strukturreformen, mit einer konsequent einnahmenorientierten Ausgabenpolitik und mit einer fairen Verteilung der Lasten. Symbolpolitik reicht nicht aus. Wenn die Beitragszahlenden immer stärker belastet werden, während notwendige Reformen vertagt und die Versorgungsprobleme nicht gelöst werden, gerät die Akzeptanz des solidarischen Systems und das Vertrauen in die Politik insgesamt unter Druck.

In der Pressekonferenz werden die Ergebnisse der forsa-Umfrage des IKK e. V. sowie Lösungsvorschläge vorgestellt:

  • Welche Maßnahmen erwarten die Versicherten von der Politik zur Entlastung der GKV und wie stehen sie zu Selbstbeteiligungen und Leistungskürzungen?
  • Wie kann die finanzielle Stabilisierung der GKV gesichert werden, ohne die Beitragszahlenden weiter zu überlasten?
  • Welche konkreten Vorschläge haben die Innungskrankenkassen, und worin sehen sie die zentralen Stabilitätsfaktoren für die GKV?

Pressekonferenz des IKK e.V. „GKV-Finanzierung: Vom Sparpaket zur Strukturreform?“

Datum: Mittwoch, 19. August 2026
Zeit: 10.00 – 11.00 Uhr
Ort: Tagungszentrum Bundespressekonferenz, Schiffbauerdamm 40 / Ecke Reinhardtstraße 55, 10117 Berlin

Die Pressekonferenz wird per Live-Stream übertragen.  

Ihre Gesprächspartner sind:

  • Hans-Jürgen Müller, Vorstandsvorsitzender des IKK e.V
  • Hans Peter Wollseifer, Vorstandsvorsitzender des IKK e.V.
  • Frank Hippler, Vorstandsvorsitzender der IKK classic

Wir bitten um Akkreditierung bis zum 18. August 2026 für die Teilnahme vor Ort.

Bei digitaler Teilnahme können Sie Ihre Fragen gerne uns im Vorfeld schicken oder während der Veranstaltung in der Chatbox stellen.

Der IKK e.V. ist die Gemeinsame Vertretung der Innungskrankenkassen auf Bundesebene. Der Verein wurde 2008 gegründet mit dem Ziel, die Interessen seiner Mitglieder und deren Versicherten gegenüber allen wesentlichen Beteiligten des Gesundheitswesens zu vertreten. Die Innungskrankenkassen stehen für fünf Millionen Versicherte.

Portraitfoto Iris Kampf, Leitung Kommunikation / Pressesprecherin IKK e.V.

Leitung Kommunikation / Pressesprecherin

Iris Kampf

+49 30 202491-32